
Sachlich richtig. - Was die Checklisten und viele Artikel zu Sachthemen angeht ein gutes Buch zum Thema Survival und Preparedness. Besonders weil es nicht allzuviele bessere Bücher auf Deutsch gibt.Allerdings ist der religiös/esoterisch motivierte Grundtenor nicht unbedingt das was die meisten Leute brauchen und hören wollen die so ein Buch aus sachlichen Gründen kaufen wollen.Reicht für 3 Sterne und ne 50/50 Wertung. Wer bessere Lektüre will muss bei Paladin Press und Ragnar, Gerhard Buzek und Rüdiger Nehberg suchen.
Hoffentlich nicht ansteckend - Karl Leopold von Leuchtenfels nennt er sich und allein das läßt vermuten welch Geisteskind der Autor ist.Zugegeben,mich hat das Buch streckenweise amüsiert,aber labilen und/oder ängstlichen Menschen ist von diesem Survivalkurs für Spinner abzuraten.Spätestens wenn der Weltuntergangsprohet dazu rät ,Luxusgüter und Wertpapiere zu verkaufen und Sparverträge zu lösen,weil dies alles im Falle eines,will man dem Autor glauben schenken,bald eintretenden Worst Case,nichts mehr wert sei,sollte man das Buch entweder weglegen oder nur noch als das sehen was es ist...ernstgemeinte oder wohlkalkulierte Volksverdummung.Etwas später wird dann auch noch erklärt warum nur geweihte Kerzen nach dem Atomschlag brennen.Die anschließenden Tipps und Verhaltensregeln,sofern sie wirklich nützlich sind, findet man in jedem Survivalhandbuch. Und das auch ohne Rosenkranz.Sollten allerdings demnächst die Russen Europa überrennen und zeitgleich ein Asteroid die Erde verwüsten,werde ich der Erste sein der sein Haupt vor Karl Leopold von Leuchtenfels verneigt.P.S: Ich wunderte mich schon das dieser Schmöcker derart gut abgeschnitten hat,bis ich bemerkte wer hier 2/3 der Rezensionen geschrieben hat.Wie ich vermute Herr Kunde von Leuchtenfels persönlich.
viel Geschwafel, aber auch einige wichtige Basics - VowortIch habe mir das Buch explizit nicht als Survivalhandbuch, sondern als ein für den Was-Wäre-Wenn-Fall passendes Lexikon gekauft. Für alle die ein Handbuch zum Überleben in der Wildnis o.ä. suchen sei hiermit gesagt, mit diesem Buch seit ihr auf dem falschen Dampfer. Zum Überleben des WWWF allerdings auch, aber dazu mehr unten.ÄusseresDas Buch ist für ein Lexikon relativ kompakt gehalten und aus zumindest einigermaßen soliden Material (es kriegt immerhin keine Kratzer vom Angucken). Das Innere des Buches ist sauber strukturiert und man findet mit wenig blättern das gewünschte Kapitel.InhaltDas Buch lässt sich grob in vier Kapitel gliedern:1. Vorgeplänkel mit allen möglichen Szenarien zur Menschheitsvernichtung und kleineren Katastrophen2. Lexikon3. Checklisten4. Literatur- und WebempfehlungenDer erste Teil des Buches (S.1-83) besteht aus einer Dauerwiederholung der Werbung für ein Prophezeiungsbuch und dessen Prophezeiungen, einigen Katastrophenszenarien und einigen kurzen, aber dafür noch relativ sinnvollen Anleitungen zur Vorsorge und für den Fall was-wäre-wenn, welche aber auch zusammengefasst auf 10 Seiten gepasst hätten.Das Lexikon an sich ist recht zwiespältig, einerseits ist es recht umfassend, weist aber auch große Lücken auf, einige Teile sind unbrauchbar bis falsch, andere hingegen ohne weiterführende Literatur/Wissen unanwendbar, wenige nützlich.So werden zum Beispiel im Erste Hilfe Teil viele im Ernstfall sinnlose Anweisungen gegeben, wie bei Fieber einen Arzt aufzusuchen (bei einem ABC-Fall garantiert eine gute Möglichkeit den Rest des Lebens damit zu verbringen). Ok nehmen wir an es sei kein ABC-Fall, dann wäre ein Großteil der vorgestellten Maßnahmen ein Freudentanz für jeden Staatsanwalt, da diese nur im Was-Wäre-Wenn-Fall Anwendung finden würden, wenn kein Arzt mehr in absehbarer Zeit verfügbar wäre.Bei anderen Anleitungen wird dann wieder einerseits gesagt man muss davon ausgehen, dass zivilisatorische Hilfsmittel wie z.B. Feuerzeug und Streichhölzer ausgegangen sind, dafür wird für die Maßnahme aber wieder vorausgesetzt, dass wir alle mögliche Arten von Chemikalien u.ä. mit uns rumschleppen.In anderen weiten, umfassenden Teilen wird auf Mythen, Weissagungen, Wünschelruten usw. verwiesen bzw. diese erklärt. Im Allgemeinen ist der lexikarische Teil so gehalten und es ist daher eher amüsant als hilfreich diesen zu lesen, bzw. mir drängte es sich des öfteren auf: Ich stehe allein im nirgendwo in der Widlnis mit meinen Notfallrucksack ähm Notfall-LKW und habe ein Problem....Wenn man hier die Streu vom Weizen trennen würde wäre das Buch weitere 50-70% dünner ausgefallen.Die Checklisten sind sehr sehr umfangreich und bieten einen guten Überblick über alles was man nach einem Was-Wäre-Wenn Fall brauchen könnte. Leider brauch man für selbiges dann allerdings auch keinen Notfallrucksack mehr, sondern einen LKW bzw. Tieflader für dessen Benzinverbrauch man wiederum einen Tanklaster benötigt usw. usw..Wenn wir von einem Schutzraum ö.ä. ausgehen würden und packen alles notwendige rein, was auf den Listen steht, bleibt nur noch die Frage übrig: Jetzt haben wir alles für den K-Fall im Schutzraum und wo gehen wir nun im K-Fall hin, der Schutzraum ist doch voll? Hier wäre eindeutig ein bessere Gliederung sinnvoll und eine umfangreichere Beschreibung des wirklich Notwendigen. So wird zwar gesagt, dass ein Spinnrad sinnvoll wäre, aber wer weis heute bitte noch wie man soetwas bedient oder woher man das spinnbare Material herbekommt...???Im 4.Teil gibt es eine schier erschlagene Ansammlung von Literatur, Web- usw. Tips/Links. Beim Ausprobieren der Weblinks weisen viele auf schon nicht mehr existierende Seite, bzw. Seiten deren Aufbau und Strukturierung eher an Sekten, zu starken Drogenkunsum oder extrem moderne Kunst erinnern lassen. Nur wenige Weblinks führen da noch zum Gewünschten und teilweise wird der Inhalt hochtrabender angeprießen als er ist. Zu den 16 Seiten Buchtips kann ich freilich nichts sagen, da ich es gerne jemand anders überlasse die paar hundert Bücher in seine Schutzbibliothek aufzunehmen und am besten vorher noch zu lesen.FazitDas Lexikon des Überlebens ist in weiten Teilen ein gut geschriebener Roman zum Weltuntergang. Wenn man den Extrakt des nützlichen und brauchbaren herauszieht könnte das Buch locker auf 100 von 490 Seiten komprimiert werden. Viele Anleitungen sind jedoch nicht praxistauglich und ein Laie wird nicht zwischen guten und schlechten Hinweisen unterscheiden können. In 7/10 Fällen war ein Schmunzeln, ein Kopfkratzen oder Lachanfall die Antwort auf den Inhalt des Buches. 1/10 war dekorativ. 2/10 wirklich nützlich.Allein der Umfang der Themengebiete gibt dem Buch eine Daseinsberechtigung zum Aufzeigen von Fachgebieten, für die man sich dann wirklich sinnvolle Literatur bzw. Wissen anschaffen sollte.Für den Was-Wäre-Wenn-Fall ist das Buch gut als Brennmaterial zu nutzen. Techniken und Wissen zum Überleben des WWWF sind eindeutig aus anderer Literatur zu erwerben, wenn man wirklich vorhat den WWWF zu überleben.
Als Sachbuch ungeeignet - Wer auch immer den Autor zur Veröffentlichung dieses Machwerkes getrieben hat, hat ihm damit keinen Gefallen getan. Es werden abstruseste Weltuntergangsszenarien behandelt und wie man sich davor schützen kann. Nur leider sind die Tipps nicht wirklich wertvoll. Abgesehen davon, daß Hinweise auf irgendwelche Seher, die wüsteste Vorahnungen haben (Spanien scheint aufgrund seiner peripheren Lage beim russischen Feldzug keine besondere Rolle zu spielen) der Sache auch nicht weiter dienlich sind.Abschließend ergeht sich der Autor in einem wilden Stakkato tollster Hilfeleistungen. Man erfährt zum Beispiel, wie man mit Mitteln, die man nicht hat, Bleistifte herstellen kann. Super!Alles in Allem ist der Kauf dieses Buches der schlechteste Weg, um knapp acht Euro anzulegen. Finger weg!
Gute Tipps, schwach strukturiert - Dieses Lexikon enthält auf fast 500 Seiten eine geballte Fülle von Tipps zum Überleben in der tiefsten Wildnis bis zum Einschlag der Atombombe. Sollte das alles nichts nützen, sind sogar einige Gebete enthalten. Wo sinnvoll, verdeutlichen S/W-Illustrationen die Erklärungen.Einzig störend fand ich - wie so oft bei Ratgebern im Lexikon-Format - dass die Inhalte alphabetisch nach mehr oder weniger zufälligen Stichworten sortiert sind statt nach Themenbereichen. Da steht Staubvermeidung neben Strahlung, oder Polsprung neben Plexiglas. Ein Thema wie die Atombombe ist über das ganze Buch verteilt bei Stichwörtern wie ABC, Atomkriegsmythen, Kernwaffen oder Nutztiere, ABC-Schutz für. Auf viele Tipps stößt man eher zufällig als gezielt, was natürlich gerade im Notfall fatal sein kann. Trotzdem ein interessantes Buch, geradezu eine Fundgrube.Meine Empfehlung an den Autor: die Tipps in sinnvolle grundlegende Themengebiete wie Wildnis, Krieg, Medizin, Ernährung einteilen und das Buch dann als Handbuch des Überlebens neu veröffentlichen.